Kirche

Der überwiegende Bevölkerungsteil der in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands lebenden Bevölkerung war protestantisch. Trotz fortschreitender Säkularisierung und einer ideologisch vorangetriebenen Minorisierung bildeten die Christen demzufolge die größte Gruppe Andersdenkender im Weltanschauungsstaat DDR.

Dabei spielte es keine Rolle, welche politische Einstellung die Christen hatten. Ihre angeblich unwissenschaftliche Weltanschauung genügte, um sie zu unzuverlässigen Staatsbürgern zweiter Klasse zu machen.

Wer sich jedoch zum Materialismus bekannte, galt als fortschrittlich. Wer in die SED-Staatspartei eintreten wollte – die meisten Karrieren liefen ausschließlich auf diesem Weg - musste üblicherweise seinen notariellen Kirchenaustritt bezeugen. Bewusstes „Christsein“ hieß also in den meisten Fällen auch Bekenntnis zum Verzicht.

Im Rahmen des historisch-politischen Lernens sollte die doppelte Vergangenheit der Geschichte von Kirchen und Pfarrhäuser berücksichtigt werden. Kirchen und Pfarrhäuser waren nicht nur Lernorte selbst bestimmter Kommunikation und Räume selbstbewusster, universeller christlicher Orientierung sondern auch eine widerständige Gegenöffentlichkeit zum ideologischen Allmachtsanspruch von Partei und Staat.

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Fotoalbum "Kirche"

 


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bpb-Mediathek - Kirche

 


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"Protest gegen Zensur - Die Zeitungen der Kirche"

 
 
 
 

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