Ökonomie

Die Führungselite der SED, die ihre Alleinherrschaft im Zuge der Stalinisierung der DDR in den Jahren 1948/49 durchgesetzt hatte, strebte bereits seit 1945 nach einer umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzung.
Im Rahmen dieser tief greifenden Transformation vollzogen sich Enteignungen und Entmachtungen von der unmittelbaren Nachkriegszeit im Schatten der Entnazifizierung bis ins Jahr 1972. Der Kollektivierungsprozess erfasste dabei neben den Gutsbesitzern auch das Wirtschafts- und Bildungsbürgertum.

Die Zentralverwaltungswirtschaft, als ordnungspolitisches Modell, zielte auf die Legitimierung der SED-Herrschaft und wurde zur Vermeidung von Betriebsegoismus, Reibungen und Ressourcenverlusten instrumentalisiert.
Überdies hoffte die Machtelite der Staatspartei die Probleme des Alltagslebens, (insbesondere Not und Hunger) überwinden zu können. Darüber hinaus sollten Quantität und Qualität der Erzeugnisse erhöht und die Arbeitsproduktivität gesteigert werden.

Im ständigen Systemwettstreit mit Westdeutschland wollte die DDR auf diese Weise zeigen, dass Planwirtschaft und Staatssozialismus gegenüber Marktwirtschaft und parlamentarischer Demokratie in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht überlegen sind.

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Fotoalbum "Ökonomie"

 


Bild: LMZ Baden-Württemberg 
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