Ost-West-Konflikt
Europas Spaltung in zwei Blöcke wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingeleitet. Vierzig Jahre lang teilte der „eiserne Vorhang“ Europa und Deutschland.
Die Besonderheiten dieser Teilung und der innerdeutschen Grenze zwischen 1945 und 1990 sind eng mit den Veränderungen in der Entwicklung der DDR und den innerdeutschen Beziehungen verbunden.
Eine erste Zäsur im Zusammenhang mit der so genannten Demarkationslinie zwischen DDR und BRD markierte das Frühjahr 1952. Die angekündigte Unterzeichnung des „Deutschlandvertrags“ war ein klares Signal, dass die Bundesrepublik einem weitreichenden und längerfristigen militärischen und politischen Bündnis mit den drei Westmächten nicht abgeneigt war. Zugleich stand sie kurz vor dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Die Antwort der Sowjetunion folgte prompt: Sie ordnete die Einbindung der DDR in den von ihr beherrschten Block europäischer Staaten an (Warschauer Pakt), der am 24. Mai 1952 offiziell vollzogen wurde.
Sein vorläufiges Ende findet der innerdeutsche Ost-West-Konflikt mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze und dem Fall der Mauer im Herbst 1989.

