Kirche
Religion in der DDR
Christen als "Andersdenkende"
Der überwiegende Bevölkerungsteil der in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands lebenden Bevölkerung war protestantisch. Trotz fortschreitender Säkularisierung und einer ideologisch vorangetriebenen Minorisierung bildeten die Christen demzufolge die größte Gruppe Andersdenkender im Weltanschauungsstaat DDR. Dabei spielte es keine Rolle, welche politische Einstellung die Christen hatten.
Ihre angeblich unwissenschaftliche Weltanschauung genügte, um sie zu unzuverlässigen Staatsbürgern zweiter Klasse zu machen. Wer sich jedoch zum Materialismus bekannte, galt als fortschrittlich. Wer in die SED-Staatspartei eintreten wollte – die meisten Karrieren liefen ausschließlich auf diesem Weg - musste üblicherweise seinen notariellen Kirchenaustritt bezeugen.
Widerstand in den Kirchen
Bewusstes „Christsein“ hieß also in den meisten Fällen auch Bekenntnis zum Verzicht. Im Rahmen des historisch-politischen Lernens sollte die doppelte Vergangenheit der Geschichte von Kirchen und Pfarrhäuser berücksichtigt werden. Kirchen und Pfarrhäuser waren nicht nur Lernorte selbstbestimmter Kommunikation und Räume selbstbewusster, universeller christlicher Orientierung sondern auch eine widerständige Gegenöffentlichkeit zum ideologischen Allmachtsanspruch von Partei und Staat.
Unterrichtseinheiten zur DDR - Kirche
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Linksammlung
Weitere Informationen zur Religion in der DDR
Kirche und Religion
Kirche und Religion
- Evangelische und katholische Kirche in der DDR
Katholische Kirche in der DDR (PDF)
- Parteibericht der SED über Kirchen und Religionsfragen:
DDR-Geschichte.de - Parteibericht
- Religion und Kirche:
KAS.de - Religion und Kirche
- Verhältnis zwischen sozialistischer Ideologie und Kirche:DDR-Geschichte.de - Kirche
bpb-Mediathek - Kirche
Lesen Sie weiter - Die Gesellschaft der DDR
Stand der Aktualisierung: September 2024, Internetredaktion der LpB BW


