Ost-West-Konflikt

 Europas Spaltung in zwei Blöcke wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingeleitet. Vierzig Jahre lang teilte der „eiserne Vorhang“ Europa und Deutschland.

Die Besonderheiten dieser Teilung und der innerdeutschen Grenze zwischen 1945 und 1990 sind eng mit den Veränderungen in der Entwicklung der DDR und den innerdeutschen Beziehungen verbunden.

Eine erste Zäsur im Zusammenhang mit der so genannten Demarkationslinie zwischen DDR und BRD markierte das Frühjahr 1952. Die angekündigte Unterzeichnung des „Deutschlandvertrags“ war ein klares Signal, dass die Bundesrepublik einem weitreichenden und längerfristigen militärischen und politischen Bündnis mit den drei Westmächten nicht abgeneigt war. Zugleich stand sie kurz vor dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).

Die Integration der DDR in den Ostblock verlief nur langsam. Zunächst erkannte die DDR die Oder-Neiße-Linie im Görlitzer Vertrag völkerrechtlich an (7.6.1950), dann wurde sie am 29.9.1950 in den Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW / COMECON) aufgenommen. Erst nach dem Scheitern der Außenministerkonferenz der vier Besatzungsmächte in Berlin vom 25.1.–18.2.1954 gewährte die Sowjetunion der DDR erweiterte Souveränitätsrechte. Am 25.3.1954 erklärte sich die DDR für souverän. An der Konferenz der Ostblockstaaten vom 29.10. bis 2.12.1954, die den Warschauer Pakt vorbereitete, nahmen auch Vertreter der DDR teil. Am 14.5.1955 wurde auch die DDR als Gründungsmitglied in ihn aufgenommen.

Sein vorläufiges Ende fand der innerdeutsche Ost-West-Konflikt mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze und dem Fall der Mauer im Herbst 1989.

Ost-Westkonflikt und deutsche Teilung

Nach oben